logo


Imagetank – Hyperdrive Space

Posted in Coolpix, DSLR, Technik von Weinlamm am 3. Jul. 2007

Die Anschaffung eines Imagetanks oder von mehreren Speicherkarten ist in letzter Zeit ein viel diskutiertes Thema. Die Ausgangsbasen sind hier so unterschiedlich wie die Zielrichtungen.

Manch Fotograf möchte einfach die vorhandenen Speicherkapazitäten erhöhen, anderen geht es um Datensicherheit a la Back-up-System und wieder andere wollen für Events, wie z.B. größere Shootings oder längere Reisen, genügend Speicherplatz haben.

Der Kauf eines Imagetanks bietet sich an, wenn ein größerer Speicherplatzbedarf besteht. Man kann den Hyperdrive Space ohne Festplatte erwerben ( ca. 150,- Euro ) und mit beliebigen 2,5-Zoll Festplatten, aktuell bis zu 160 GB, ausrüsten. Aber auch hier ist davon auszugehen, dass die maximale Kapazitätsgrenze im Zug von Firmwareupdates erweitert wird. (Diese bekommt man über die Homepage des Herstellers www.hyperdrive-space.de)
Wer hingegen lediglich Speicherplatzbedarf bis zu 10 GB hat, dürfte mit der Anschaffung von einigen Speicherkarten günstiger fahren (bei der Planung sollte man auch den Bedarf der Zukunft einplanen – solche grundlegende Entscheidungen kann und will man nicht jeden Tag aufs Neue treffen). Dies gilt insbesondere für User von Kameras mit SD-Speicher (günstiger in der Anschaffung) und von älteren Modellen (hier werden die aktuellen, schnelleren, Speicherkarten in der Regel von der Kamera nicht ausgereizt).

Ein viel diskutiertes Thema ist auch das Thema Datensicherheit. Hier wird den Imagetanks immer wieder vorgeworfen, dass es sich um Festplatten handelt und dass hier durch mechanische Einflüsse (Stürze usw.) die Möglichkeit des Versagens höher ist als bei Speicherkarten.

Dies mag grundsätzlich zutreffend sein. Allerdings muss man sich hier vor Augen halten, dass dies in der Regel nur für Stürze usw. im Betrieb gilt. Sofern eine Festplatte nicht in Betrieb ist, wird diese “geparkt” und sie sollte in diesem Zustand im Normalfall auch einen Sturz überleben – erst recht bei den im Vergleich zu “normalen” Festplatten hier verbauten Notebookfestplatten. Ein wenig aufpassen sollte man natürlich im Betrieb schon. Auf der anderen Seite ist von Speicherkarten in diversen Foren immer wieder von “unerklärlichem Datenverlust” zu lesen. Insofern sollte man das Thema Datensicherheit in der Unterscheidung zwischen verschiedenen Medien als relativ ansehen.

Zumindest nach den persönlichen Erfahrungen des Autors hat es bislang weder beim Einsatz von Speicherkarten noch beim Einsatz von Imagetanks (seit nunmehr über 4 Jahren) irgendwelche Probleme gegeben. Eine einigermaßen vernünftige Handhabung der Medien vorausgesetzt.

HDS

Nach der allgemeinen Einführung wenden wir uns dem Hyperdrive Space zu:

Andere Mitbewerber werben mit “1 GB Download in nur 7 Minuten” – der hier vorgestellte Imagetank Hyperdrive Space wirbt mit einer Transferrate von 1 GB in einer Minute und mit bis zum 100 GB mit nur einer Akkuladung.

Letztere Werbeaussage konnte bislang noch nicht überprüft werden. Aber hier wird es wohl Akku-technisch günstig sein, diese Datenmenge direkt hintereinander zu kopieren und nicht mehrere Wochen dazwischen verstreichen zu lassen.

Die Transferrate von 1 GB in einer Minute wurde nahezu erreicht. 972 MB in 1:05. Hierzu muss man eine entsprechende Festplatte verbaut haben, Verify der Daten muss ausgeschaltet sein und der entsprechende Transfer-Modus muss auf “Hyper” stehen. Natürlich darf man nicht vergessen: eine schnelle Speicherkarte a la Sandisk Extreme III oder Transcend 120x ist dafür nötig (die oben aufgeführte Testzeit wurde mit einer 1 GB großen Sandisk Extreme III CF-Karte erreicht).

Der Hersteller gibt an, dass es wegen der Möglichkeit der 16-bit Adressierung günstig sei CF-Karten zu verwenden. Aber auch die Messung mit SD-Karten sowie XD-Karten fördert keine Ergebnisse zu Tage, die nicht denen der CF-Karten entsprechen. Andere Karten können selbstverständlich auch verwendet werden, standen jedoch nicht zum Testen bereit.

Die Bedienung erfolgt ausschließlich über 5 Tasten mit Symbolen. Diese erinnern zunächst an die Knöpfe einer bekannten Spielekonsole, erweisen sich aber im Laufe der Zeit in Verbindung mit dem auf dem Display angezeigten Menü als intuitiv zu bedienen.

Sofern man bei der Ersteinrichtung alle Einstellungen vorgenommen hat, ist die Bedienung ein Kinderspiel. Karte rein, Gerät springt automatisch an, auf den “kopieren”-Knopf drücken und Minuten später sind die kompletten Daten auf der Festplatte gespeichert.

Angst um seine Daten muss man nicht haben, da bestätigt wird, dass sämtliche Daten wohlbehalten angekommen sind und bei eingeschaltetem Verify auch ein Datenabgleich erfolgt. Wer sich dennoch vor dem Löschen der Bilder auf der Speicherkarte nicht sicher ist, kann im Browser die Menüstruktur und die einzelnen Bilder auf dem Imagetank nochmals ansehen (hier kann bei Bedarf auch gelöscht werden). Ein Ansehen der Bilder, etwa zur Kontrolle der Schärfe, ist auf dem Display jedoch nicht möglich.

Mit dem Hyperdrive Space kann man auch vorhandene Festplatten formatieren (das Gerät verwendet FAT32). Dies hat den Vorteil, dass gerade Windows XP Festplatten über 32 GB Größe nur im NTFS-Format formatiert werden.

speed

Fazit:
Der Käufer erhält für sein Geld beim Hyperdrive Space einen Imagetank der Extraklasse. Super schnell und zuverlässig, klein, handlich und in schickem Design ( Alugehäuse ).
Das Gerät richtet sich lt. Angaben des Herstellers an den “Profi” für die Datensicherung. Schnick-Schnack wie z.B. eine mp3-Abspiel-Funktion sucht man vergebens. Und auch Kamerabesitzer, die einem Gerät nur trauen, wenn sie auf dem Display im Anschluss die kopierten Bilder an sehen können, werden wohl nicht zur Käuferschicht gehören.
Wer sich jedoch über die “Schwächen” und die Stärken des Hyperdrive Space im Klaren ist, bekommt hier für sein Geld ein extrem schnelles Gerät und wird mit diesem vermutlich auch lange seine Freude haben. Denn auch wenn bereits die nächsten Kameragenerationen, mit vermutlich erneut größeren Dateien, erschienen sein werden, wird dieser Imagetank mit Sicherheit immer noch zu den schnelleren seiner Art gehören.