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Digitale “Fine-Art” Drucke

Posted in Bildbearbeitung, Software von alexis_sorbas am 29. Nov. 2006

Die im Folgenden beschriebene Vorgehensweise erklärt die Umsetzung von “farbigen” RGB Bildern in monochrome “SW-Bilder” und den Ausdruck mit 6-Graustufen Pigmentfarben auf Büttenpapier. Die gezeigten Aufnahmen wuden mit Nikon Digitalkameras D70 bzw. D2X aufgenommen, die Bearbeitung der (RAW)- Dateien erfolgte ausnahmlos in Photoshop. Der verwendete Drucker war ein Epson Stylus 1270 (A3+), welcher mit Graustufen – Pigmenttinten ausgerüstet auf ca. 310gr. schweres Büttenpapier (Monochom Arles Plus) ausgab. Dieser Text ist mehr als Erfahrungsbericht anzusehen, weniger als eine Schritt- für Schritt Anleitung.

Schwarz-Weiss vs. Farbfotografie

Grundsätzlich ist anzumerken, das gute SW-Bilder gute SW-Fotografie voraussetzen. Ein farbiges Bild einfach SW- auszudrucken, ist meistens gestalterisch unbefriedigend. Das hat seine Ursache u.a. darin, das Farbe (in der Gestaltung) nur “füllendes Element” ist. Ferner kommt hinzu, das das menschliche Sehvermögen primär auf Helligkeitunterschiede “geprägt” ist. Fehlt die Farbe, müssen ein strengerer Bildaufbau und grösserer Kontrast die fehlende Farbe “ausgleichen”. Das ist insoweit etwas schwierig, da wir das Motiv stets in “Farbe” sehen, es aber ohne Farbe fotografieren wollen (müssen). Das bedeutet im Klartext nichts anderes, als das SW-Fotografie eine andere Gestaltung und Vorgehensweise erfordert, als Farbfotografie. Das ist zwar nichts Neues, musste aber hier nochmal gesagt werden.

Grundsätzlich lassen sich 3 Gruppen von Motiven erkennen, die mehr oder weniger gut für SW Drucke geeignet sind.

  • Eher ungeeignete Motive sind kontrastarme, überwiegend pastellfarbige Sujéts ohne deutliche Linien oder Flächen, sowie Bilder die ausschliesslich über Farbintensität/kontraste “funktionieren”. Etwa so eines hier:


sw-drucke-digital1.jpg sw-drucke-digital2.jpg
Dieses Motiv ist eher weniger geeignet

Mittels entsprechender EBV Bearbeitung ist das zwar alles etwas relativ, aber im Grundsatz immer noch so.

Merke: Wer gute SW-Drucke will, muss zuvor gute SW-Fotos gemacht haben!


  • Für Farbige und SW-Umsetzung geeignete Motive benötigen hohe Farb- und Helligkeits Kontraste,
    z.B. dieses:


sw-drucke-digital3.jpg sw-drucke-digital4.jpg
Abbildung 3 und 4:
Farbiges Bild und dessen SW-Umsetzung


  • Für eine SW-Umsetzung geeignete Bilder verfügen über einen eher grafischen Bildaufbau und hohe Helligkeitsunterschiede, und die Farbe ist nur füllendes Element. Wenn sich Linien und strukturierte Flächen hinzugesellen, ist das ein gut geeignetes Motiv, etwa dieses hier:


sw-drucke-digital5.jpg sw-drucke-digital6.jpg
Abbildung 5 und 6
Der “Entzug” der Farbe schadet dem Bild nicht, ganz im Gegenteil.

Warum dieses Abhandlung über SW-Fotografie?

Die erfolgreiche und gestalterisch befriedigende Umsetzung ist der eine, die in der weiteren Produktion anfallenden Kosten der andere Grund. Es macht einfach keinen Sinn, keinen Spass und ist ohne Erfolgserlebnis, wenn man nach stundenlanger Arbeit und dem Verbrauch sündhaft teurer Pigmenttinte (”flüssiges Gold”) und teurem Büttenpapier einen flauen, langweiligen Abzug in Händen hält.


Ein “Fine- Art” Druck muss nicht nur so heissen sondern auch so aussehen und sich so anfühlen…


Dies nur als Hinweis und zur Vorbeugung evt. Beschwerden über die Kosten… Ich habs vorher gesagt…

Hinweise zur Bearbeitung in Photoshop

Ich zeige an Hand der Werkzeuge in Photoshop die Herangehensweise an diese Umsetzungen, eine Schritt-für-Schritt Anleitung wird das nicht. Die verwendeten Mittel in PS sind Einstellungebenen, Ebenenmasken, die Gradationskurven sowie die “Retuschewerkzeuge”. Wem diese Werkzeuge in PS nicht bekannt sind, möge die Hilfe zu PS bzw. ein Fachbuch “befragen”. Ausserdem bin ich ein Freund von “non-destruktiver” Bearbeitung, d.h. möglichst kein Pixel wird dauerhaft verändert, wozu es in PS die sehr sinnvollen Einstellungsebenen und Ebenenmasken gibt. Lediglich “Ausfleckretuschen” und die schlussendlich erforderliche Unscharfmaskierung erledige ich in der eigentlichen Bildebene. Alle Bilder liegen stets in 16Bit RGB vor, der Monitor ist kalibriert, der Drucker ebenso und in Photoshop sind entsprechende Softproof-Profile eingerichtet. Ohne diese Voraussetzungen sind hochqualitative Fine-Art Drucke m.E. nach ein “sehr teurer Blindflug”.
Diese Vorgehensweise hat den unbestreitbaren Vorteil, das ein Bild jederzeit, – ohne jeglichen Verlust an Bildinformation – für andere Ausgabegeräte “umgebogen” werden kann, ohne die teilweise recht aufwendigen Bearbeitungsschritte (Verzeichung und ggf. Aberration entfernen, perspektivisch Entzerren, Ebenenmasken für partielle Towertkorrekturen anlegen, Ausfleckretusche etc.) erneut vornehmen zu müssen.

Der ebenso unbestreitbare Nachteil ist der deutlich höhere Ressourcenverbrauch der EBV Anlage. Ein solcherart aufbereitetes Bild aus der D2X (in voller Auflösung) belegt, je nach Anzahl der Ebenen, zwischen 120 und 135MB als PSD Datei. Im Arbeitspeicher in PS liegt es bei ca. 300MB, und ca. 600MB virtuellem Speicher. Der Rechner sollte daher über mindestens 768MB RAM und genügend Festplattenplatz verfügen.

Zur Software

Neben Photoshop kam nur eine zusätzliche Software zum Einsatz, und zwar ein alternativer Druckertreiber für meinen Epson Stylus Photo 1270. Der Original- Epson Treiber stellte sich als unbrauchbar heraus, zudem enthält er ein paar Fehler, die sich in Zusammenarbeit mit Photoshop besonders negativ auswirkten. Zur Verwendung kam deshalb der 1270 Treiber aus der Unix-Sammlung “Gimp Print” mit der Erweiterung “QuadToneRIP”. Letzterer verwendet intern linearisierte Profile für verschiedene SW-Tintensätze, was die Kalibration erheblich vereinfacht hat. Und letzendlich lässt sich damit der “Farbauftrag” individuell steuern und so perfekt an das Papier anpassen, was sich in “superschwarzen” Tiefen zeigt. Die aktuellsten Versionen sollten hier zu finden sein:
http://www.quadtonerip.com/html/QTRoverview.html (gibt es auch für Winzigweiche Fenster)
http://gimp-print.sourceforge.net/MacOSX.php3

Zur “Papierware”

Nach etlichen Tests diverser Papiere bin ich bei “Monochrom Arles Plus” mit ca. 320gr/qm gelandet, einem sehr edel wirkenden, tiefmatten und leicht warmfarbigem Karton. Als Tinte wurde letztendlich “Triton Plus Neutral” von Monochrom (die entgegen der Erwartung ihres Names tatsächlich mit 5 Graustufen + Schwarz arbeitet) verwendet, die einen eher neutralen Bildton hat, auf dem genannten Papier aber zu einem (für mein Empfinden) sehr angenehmen, leicht warmem Bildton “entwickelt” (das ist durchaus ernst gemeint, denn bis die Tinte soweit getrocknet ist, das der Bildton “steht”, kann durchaus eine halbe Stunde oder länger dauern). Darüberhinaus ist das Papier mit einer sehr feinen Struktur versehen, welche die feinen Details der Fotos nicht beeinträchtigt. Der Drucker wurde in der höchstmöglichen Qualität (1440dpi “Super”) angesteuert. Dadurch dauerte das Ausdrucken eines einzigen A3 Bildes bis zu einer Stunde. Erstaunlich war für mich allerdings, das der Drucker ein so schweres Papier (Karton) ohne grössere Probleme eingezogen hat. Bedingt durch meine Ansprüche an Fine-Art Drucke waren allerdings vorherige “Teststreifen” unerlässlich, trotz allersorgfältigster Kalibration. Ein Bildschirm ist eben kein Papier, schon gar kein “warmweisser, tiefmatter Karton”.
Tinte und Papier gibt es hier:
http://www.monochrom.com

Eine Anmerkung:

Dieses Papier kann eine unglaubliche Menge Tinte aufnehmen, ohne das Flächen “absaufen” oder “überlaufen”, das Schwarz ist definitiv “schwärzer” als auf “richtigem” Fotopapier (Illford Galerie bzw. Agfa Brovira, Schärfe und Detailtreue sind allerdings einem “analogen Abzug” unterlegen, was jedoch nur mit einer Lupe zu sehen ist), und das auf einem sehr ausstellungsfreundlichen, mattem Papier.

Die Bearbeitung in Photoshop

Wie schon erwähnt, habe ich die Bilder mit Photoshops Camera RAW (Vers. 2.4 bzw. 3.x) geöffnet, und in 16Bit RGB in PS übernommen. Nach entfernen von ggf. vorhandener WW-Verzeichnung und ggf. perspektivischer Entzerrung mittels “Frei Transformieren” bzw. Blendenkorrektur und einer Ausfleckretusche habe ich die Umsetzung in SW mit Hilfe einer Einstellungsebene mit einem Kanalmixer erledigt. Die dazu verwendeten Grundeinstellungen waren diese:


sw-drucke-digital7.jpg
Abbbildung 7
Die “Grundeinstellung” zur Umwandlung eines Farbbildes in ein Monochromes

Diese gezeigten Einstellungen entsprechen in etwa dem visuellen Farb(helligkeits) Empfinden des Menschen. Diese Einstellung habe ich dann individuell auf meine Bilder abgestimmt. Dabei wurde der Rotanteil erhöht. Dadurch entsteht eine “nachträgliche” Filterung, die je nach Einstellung, wie ein Orange – oder Rot Filter wirkt. Letzteres bewirkt eine “Dramatisierung” des Himmels und insgesamt eine Kontrasterhöhung. Entsprechende Voreinstellungen für verschiedene “Filtereffekte” lassen sich leicht als PS-Aktion speichern. So entspricht z.B. die alleinige Verwendung des Rot-Kanals einem Rot-Farbauszugsfilter, etwa einem Kodak Wratten Filter 25.

Danach folgten für jedes Bild noch mindestens eine Tonwertkorrektur-Ebene und eine Gradationskurven- Ebene. Da diese für jedes Bild und immer erforderlich sind, bietet es sich an, dazu ebenfalls PS-Aktionen zu verwenden. Ich habe mir zu diesem Zweck mehrere Aktionen eingerichtet, die das Bild “semiautomatisch”, d.h. mit Anzeige der Einstellungsdialoge, mit entsprechenden Einstellungsebenen versehen.


sw-drucke-digital8.jpg
Abbildung 8
Photoshop Aktionen


Meine Aktion stellt zudem sicher, das der Softproof in PS mit dem korrekten (hardware-kalibrierten) Profil aktiviert wird. Das ist für das nun folgende “FineTuning” der Tonwerte erforderlich. Ein Bild (und seine Ebenen in PS) ohne sonstige weitere Korrekturen sieht dann etwa so aus:


sw-drucke-digital9.jpg
Abbildung 9:
“Standard”-Umsetzung in SW mit Einstellungsebenen

Der schon kurz angesprochene Nachteil dieser Vorgehensweise ist der Speicherverbrauch, der Vorteil die jederzeitige (verlustfreie) Änderbarkeit des Bildes.

sw-drucke-digital10.jpg
Abbildung 10:
Bildgrösse und Speicherverbrauch Datei

Fine-Tuning der Tonwerte

Mit aktiviertem Softproof werden nun die Einstellungsebenen optimiert. Zumindest in meinem Fall waren einige Probedrucke erforderlich, bis das Bild so aussah, wie ich es mir vorstellte. Erst wenn mir die Probedrucke (in DIN A5 bzw. A4) absolut zusagten, habe ich den Ausdruck im Format DIN A3 gestartet. Dazu ist es erforderlich, die Einstellungen für den Drucker(treiber) “festzunageln”, denn alle Druckparameter müssen natürlich identisch bleiben. Bei einigen Motiven musste ich dann zusätzliche Einstellungsebenen mit Ebenen-masken verwenden, um die Zeichnung in Lichtern und Tiefen zu optimieren, beispielsweise bei diesem hier:

sw-drucke-digital11.jpg
Abbildung 11:
“Finetunig” der Tonwerte mit zusätzlichen Ebenenmasken, hier speziell für die Tiefen.

Und noch eine Anmerkung:

Die teilweise sehr feinen Differenzierungen der Tonwerte, besonders in den Tiefen und insbesondere den Lichtern kurz vor den Spitzlichtern, sind auf einem Monitor (ohne Softproof und ohne Kalibration) gar nicht zu sehen…

Zum Photoshop-Werkzeug “Tiefen und Lichter”

Davon kann ich in diesem Zusammenhang nur abraten, denn:


  1. Funktioniert das nicht in einer Einstellungebene, ist von daher gegen meine “Philosophie”,
  2. werden die aufgehellten Tiefen schnell “flau” (kontrastarm), was in diesem Fall nicht erwünscht ist.

Das Anlegen getrennter Einstellungsebenen fÜr Lichter und Tiefen ist m.b.M.n. flexibler und kontrollierbarer, allerdings auch aufwändiger, abgesehen davon, das der Speicherverbrauch weiter steigt.

Erstellen von ggf. erforderlichen Einstellungsebenen mit Ebenenmasken

Die Erstellung einer Auswahl für die Lichter bzw. Tiefen erledige ich primär mit “Auswahl/Farbbereich auswählen”. Die erstellte Auswahl wird dann ggf. im “Maskierungsmodus” optimiert.


sw-drucke-digital12.jpg
Abbildung 12:
Erstellen einer Auswahl für Lichter, bzw. Tiefen

Bei aktiver Auswahl wird diese bei Neuanlegen einer Einstellungsebene “automatisch” zur Ebenenmaske. Eine Ebene mit Maske für die Tiefen, eine für die Lichter. Je nach Erfordernissen können das “Tonwertkorrektur” oder auch “Gradationkurven” Ebenen sein (oder auch beides…).
Damit lassen sich die Lichter- und Schattenbereiche jederzeit und unabhängig voneinander einstellen, und auch im nachhinein noch anpassen, z.B. bei Drucker/Papier/Tintenwechsel.


sw-drucke-digital13.jpg
Abbildung 13:
Zusätzliche Einstellungsebenen mit Masken zur individuellen Einstellung von Lichtern und Tiefen


Der Speicherverbrauch der Datei steigt damit auf nunmehr fast 170MB. Mit mehreren Ebenen für wichtige zusätzliche Bildbereiche kommt man so leicht auf 200MB. Auch Einstellungsebenen mit unterschiedlichen “Kanalmixern” sind denkbar, um bestimmte Farbbereiche “gezielt” in einen gewünschten Grauwertbereich zu übersetzen. Das hängt aber alles vom Bild und seinem Inhalt sowie den Gestaltungsansprüchen ab, ausserdem sind derlei Manipulationen nur bei extrem hohen Helligkeitsunterschieden erforderlich. Ferner sind ggf. zusätzliche Gradationskurven mit Vorsicht zu behandeln, da sich evt. “Solarisationseffekte” einschleichen können.


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Abbildung 14:
Der Speicherverbrauch steigt mit jeder Ebene und jeder Maske

Finales Scharfzeichen

Die Scharfzeichnung ist abhängig von der Bildgrösse, dem Bildinhalt und dem Ausgabegerät sowie dem Bedruckstoff! Mit den hier gezeigten Einstellungen und meinen Architektur Sujéts habe ich gute Erfahrungen gemacht. Bei Porträts/Akt/Stills etc. sind definitiv andere Einstellungen erforderlich!



sw-drucke-digital15.jpg
Abbildung 15:
Scharfzeichnen der Bildebene

Zusammenfassung der bisherigen Arbeitschritte in einer Übersicht:


  • Öffnen der RAW- und Transfer in eine 16Bit RGB Datei
  • ggf. Entfernung von Vignettierung, Verzeichnung und Chromatischer Aberation
  • Ausfleckretusche, Entfernen von Flecken, Zigarettenstummeln, indifferenten Vögeln etc.
  • Umwandlung in ein “Graustufenbild” mittels einer Kanalmixer- Einstellungsebene
  • Spätestens jetzt die Aktvierung eines passenden SoftProofs in PS
  • Hinzufügen einer Tonwertkorrektur Einstellungsebene
  • Hinzufügen einer Gradationkurven- Einstellungsebene
  • Falls erforderlich, zusätzliche Einstellungsebenen mit Ebenenmasken zur Optimierung von Bildbereichen
  • Finale Scharfzeichnung in der Bildebene, (bzw. einer identischen Kopie davon, falls erforderlich).

Vorbereitung zur Druckausgabe

Die Bilder der D2X wurden in Camera Raw auf 100% bei 300dpi geöffnet, das ergab eine Ausgabegrösse von ca. 24×36cm. In dieser Grösse wurden die Bilder auch gedruckt, d.h. eine Skalierung fand nicht statt.
Die Bilder aus der D70 wurden in Camera RAW auf die nächsthöhere Grösse skaliert. In PS Bildgrösse wurde dann die Ausgabegrösse (ohne Neuberechnung) auf ca. 24×36cm angepasst, was eine “krumme” dpi- Auflösung von ca. 289 ergab.



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Abbildung 16:
Skalierung der D70 Bilder in Camera Raw

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Abbildung 17:
Anpassung der Ausgabegrösse der D70 Aufnahmen


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Abbildung 18:
Die D2X Aufnahmen wurden nicht skaliert


Eine Anmerkung zum Skalieren in Camera Raw

Zumindest theoretisch sollte die Skalierung in CR qualitativ besser sein als die nachträgliche im Bildgrössen- Dialog. Ob das wirklich so ist, ist bei den Bildern hier nicht sichtbar. Es fällt lediglich auf, das die D2X Bilder (bei genauerer Betrachtung) deutlich detailreicher und (auch ohne nachträgliche Scharfzeichnung) schärfer sind (als die der D70). Hängen die Bilder gedruckt an der Wand, fällt der Unterschied jedoch kaum noch auf.

Drucker(Treiber)-Optionen

Nach dem Ausdruck eines geeigneten Testbildes (gibt es u.a. bei Monochrom zum Download) und Optimierung der Druckereinstellungen, die zu den gezeigten QuadRIP Einstellungen führten, habe ich dann mit Printfix dazu ein Proofprofil erzeugt, das in PS für den Softproof Verwendung fand. In Photoshops Druckereinstellungen wurde das Farbmanagement dem Drucker überlassen.



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Abbildung 19:
Das Farbmanagement übernimmt QuadToneRIP!


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Abbildung 20:
Druckereinstellungen für QuadRIP

Da die von mit verwendete Tinte nicht explizit von QuadToneRIP unterstützt wird, war ein bisschen Experimentieren erforderlich, was zu den gezeigten Einstellungen führte. Diese Einstellungen wurden dann unter einem aussagekräftigen Namen für die wiederholte Verwendung gespeichert.

Probedrucke und Feinkorrekturen

Jedes Bild wurde auf A5 grosse Stücke des Auflagenpapiers gedruckt, die Einstellungsebenen ggf. optimiert, bis das Bild “richtig” aussah. Die Einstellungen waren bis auf den Skalierungsfaktor mit den obigen identisch.

Finale Ausdrucke

Die endgültigen Drucke wurden dann mit 100% (unskaliert) auf A3 Karton gedruckt, mit genügend Rand zum einpassen in ein (Schrägschnitt) Passepartout.



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Abbildung 21:
Die Einstellungen der finalen Ausdrucke


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Abbildung 22:
Ein Bild fertig gerahmt

Alexis Sorbas (Dirk Wenzel)