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Imagetank – Hyperdrive Colorspace

Posted in Coolpix, DSLR, Technik von Weinlamm am 27. Nov. 2007

Die Welt des Hyperdrive Space wird bunt! Das gute Stück, über welches wir bereits hier berichtet haben, bekommt im Rahmen einer Aufwertung ein 2,2 Zoll großes Farbdisplay und einige neue Funktionen und nennt sich nun Hyperdrive Colorspace. Hierbei handelt es sich nicht um einen Nachfolger, sondern um eine Ergänzung der Produkpalette nach oben.
Die Bedienung des Gerätes ist, wie auch beim Hyperdrive Space, weiterhin intuitiv und einfach gelöst ( weiterhin über 5 Knöpfe, auf denen diverse Funktionen hinterlegt sind ). Hinzu kommt nun der Vorteil des von 1,8 Zoll auf 2,2 Zoll vergrößerten Displays sowie die Farbanzeige. Letztere wäre zwar für die Steuerung nicht unbedingt notwendig gewesen, macht das Navigieren aber um einiges angenehmer.

Nominell ist die Geschwindigkeit des Colorspace im Vergleich zum Space schneller geworden. So kommt man nun theoretisch auf 25 MB/s ( Space 20 MB/s ). Der große Vorteil liegt wohl darin, dass die im Bericht über den Space angesprochenen “1GB in einer Minute” beim neuen Colorspace nun nicht mehr ohne Verify ( also dem Abgleich der Daten mit dem Original ) geschafft werden, sondern dass diese Geschwindigkeit nunmehr mit eingeschaltetem Verify geschafft wird!

colorspace_01.jpg

Das Gehäuse besteht beim Colorspace aus einem hochwertigen Kunststoff. Beim Space war die Oberseite noch aus Alu gefertigt, dennoch fühlt sich das Gerät nicht weniger wertig an und man muss beim Nebeneinanderliegen der beiden Geräte schon genau hinsehen, welches Gerät welches ist.

Eine Frage, die sich stellt, ist der Stromverbrauch des Gerätes. Hier wurde beim Space bereits angegeben, dass mit einem voll geladenen Akku 100 GB auf die verbaute Festplatte geschaufelt werden können. Diese Angaben werden auch für den Colorspace gemacht werden. Wie sich jedoch das Betrachten der Bilder auf den Akkuverbrauch auswirkt, wurde nicht angegeben. Eine solche Angabe scheint wohl auch schlecht messbar zu sein. Aus den ersten Tests mit dem Colorspace wird ersichtlich, dass durch das Betrachten der Bilder schon einiges an Strom verbraucht wird.

Allerdings sollte man auch nicht davon aus gehen, dass das Betrachten der Bilder das Gerät nun auf eine “Restdatenübertragung” von 20 GB stuft. Vermutungen gehen in die Richtung, dass bei schon sehr intensivem Betrachten der Bilder wohl immer noch eine Datenmenge von 50 – 60 GB übrig bleiben dürfte ( voller Akku; 4 GB übertragen und Bilder angesehen; danach erneute Übertragung ).

Genügte beim Space zuvor noch das Einschieben der Speicherkarte, um das Gerät direkt in Gang zu setzen, setzt man nun die Speicherkarte ein und man muss das Gerät manuell ein schalten. Im Anschluss erscheint folgendes Menü, welches dann aber – wie beim Space auch – sehr intuitiv zu bedienen ist.
colorspace_02.jpg

Zu den allgemeinen Einstellungen des Gerätes schreiben wir an dieser Stelle nichts. Dies wurde bereits im Bericht über den Space getan. Bei dem Display handelt es sich um ein 2,2 Zoll großes Display mit 320 x 240 Pixeln und 262 k Farben. Dies ist aus Sicht des Benutzers gut zu erkennen und auch Lichteinfall bedeutet keine allzu großen Probleme ( konnte aufgrund des aktuellen Wetters nur mit Lampen getestet werden ).

Neu hinzu gekommen sind beim Colorspace folgende Funktionen:

Anzeige der Bilder beim Kopieren

Beim Kopieren der Bilder werden nun die Bilder angezeigt. Darüber hinaus werden auch sehr übersichtlich die aktuelle Kopiergeschwindigkeit, der Fortschritt sowie der Kopiermodus incl. Verify an / aus angezeigt.
Eine Balkenanzeige informiert über den prozentualen Fortschritt des Kopiervorgangs.

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Bildansicht ( Bildbetrachter )

Um sich im Colorspace die übertragenen Bilder ansehen zu können, muss man entweder über den Browser oder über den Explorer das jeweilige Verzeichnis aufrufen.

Im Bildbetrachter können dann nicht nur jpgs angezeigt werden, sondern es werden auch Raw-Dateien angezeigt werden. Nach der Aufruf eines Ordners wird eine Thumbnail-Matrix aufgerufen. In dieser kann man durch die einzelnen Übersichten scrollen oder aber auch durch einfachen Knopfdruck in die Direktansicht des einzelenen Bildes wechseln.

Beim erstmalige Aufrufen des jeweiligen Bildes läuft im Hintergrund ein Vorgang ab ( Erstellung eines Thumbnails ), bevor das Bild in voller Qualität angezeigt wird. Das Erstellen des Thumbnails dauert ca. 5-9 Sekunden ( auch bei Fuji-Raws ). Danach werden im Bild die Exif-Informationen angezeigt und man kann in das Bild weiter einzoomen ( volle Größe; Zwischenstufen nicht möglich ). Auch kann man sich ein Histogramm anzeigen lassen.

Die Anzeige dient in erster Linie zur Ansicht, ob Bilder absolut nicht geraten sind. Zwar kann man im Zoom-Modus auch eine Schärfebeurteilung vor nehmen, aber sein endgültiges Urteil auf eine Anzeige in dieser Größe ( selbst Geräte mit z.B. 4 Zoll-Display sind hierfür nicht unbedingt geeignet ) zu stützen erscheint dann schon ein wenig problematisch.
Auch ist die Anzeige der Exifs und des Histogramms vorhanden; die Anzeige in der Kamera ist aber mindestens ebenso gut. Schneller aufgrund der gut arbeitenden Engine dürfte wohl eindeutig die der Kamera sein. Hier besteht für zukünftige Entwicklungen des Colorspace noch Entwicklungspotential.

Zum Thema Schnelligkeit beim Betrachten sollte noch darauf hin gewiesen werden, dass man diese selbstverständlich verbessern kann. Im Menü “Photo” gibt es die Option das Erstellen der Thumbnails für einen kompletten Ordner auf einmal an zu stoßen. Die einmal erstellten Thumbnails bleiben optional bestehen und beim zweiten Aufruf des Bildes im Browser muss man sich nur noch durch die Bilder scrollen; hier vergeht keine Zeit mehr bis zum Aufbau des Bildes in voller Qualität.

Hier kann es angebracht sein nach dem Kopieren der Speicherkarte direkt das Erstellen der Thumbnails an zu stoßen. Während man weiter fotografiert erstellt der Colorspace bereits die Thumbnails für die spätere, schnelle, Ansicht.

Die Thumbnails nehmen zwar auch Platz ein ( etwas 250 KB / Bild ). Dieser werden aber im jeweiligen Bildverzeichnis mit abgespeichert und können bei Bedarf gelöscht werden.

color_06.jpg

Fotosuchfunktion

Neu ist auch eine Fotosuchfunktion. Hier kann man ein bestimmtes Datum ein geben und es werden alle Fotos gesucht, die ab diesem Datum auf genommen worden sind. Die Anzeige erfolgt dann sortiert nach den Aufnahmetagen.

Wiederherstellen von Bilddaten

Dies ist einer der neuen Funktionen, die ggf. dem ein oder anderen Fotografen unterwegs sehr behilflich sein könnte.

Man ist unterwegs und hat versehentlich Bilder auf seiner Speicherkarte gelöscht. Man hat entweder nur diese mit und muss sie ggf. noch verwenden.
Hier besteht die Möglichkeit die betreffende Speicherkarte in den Colorspace zu stecken und die Funktion “Recover” an zu stellen. Hier werden dann wie bei einem Datenrettungsprogramm die Speicherkarten durchsucht und die noch rettbaren Bilder ( noch nicht durch neue Daten auf der Speicherkarte überschrieben ) auf die Festplatte geschrieben. Diese Funktion hat im Test nach einer “versehentlichen” Formatierung nahezu alle Bilder wieder zu Tage gebracht ( 1 von 150 nicht ).

colorspace_04.jpg

Speicherkartenüberprüfung

Unter dem Menüpunkt “Scan/Repair” kann sich seine Speicherkarten ansehen, überprüfen und auch direkt Fehler reparieren ( ggf. Bereich deaktivieren ) lassen. Über den Fortschritt dieser Funktion gibt eine Anzeige auskunft.
Diese Funktion wurde probehalber getestet und erscheint im Zusammenspiel mit dem Wiederherstellen von Bilddaten für unterwegs eine absolut sinnvolle Option zu sein.

Karten Authentifizierung

Hierbei handelt es sich um eine Funktion, die nach Angaben des Herstellers noch in den Kinderschuhen steckt; funktionieren tut sie jedoch aktuell bereits.

Mit Hilfe des Colorspace kann man aktuell CF-Karten diverser Hersteller testen, ob diese echt sind ( man hört in diesem Bereich immer wieder von Betrügern über Ebay ). Man steckt die CF-Karte ein, geht auf “Card Info” und bekommt in einer Anzeige die Informationen über seine Karte.

Hier kann gehofft werden, dass die Anzahl der überprüfbaren Karten ( in unserem Test mehrer ältere und aktuelle SanDisk- und Transcend-Karten ) über entsprechende Firmwareupdates vergrößert werden.

colorspace_05.jpg

Fazit:

Der sich bislang gut bewährte Hyperdrive Space wurde um einige sehr gute und nützliche Funktionen erweitert, hat ein Farbdisplay verpasst bekommen und nennt sich nun Hyperdrive Colorspace.
Die neuen Funktionen können allesamt überzeugen. Die Anzeige der Bilder kann zwar nicht zur letztendlichen Qualitätskontrolle der Bilder heran gezogen werden, aber dennoch zur ersten Sichtung der Bilder heran gezogen werden. Insgesamt hat die Anzeige hinsichtlich der Bedienerführung einiges hinzu gewonnen.

Insgesamt das Profi-Gerät, welches um einige sinnvolle Funktionen erweitert wurde und vor allem im Hinblick auf seine Geschwindigkeit und seine einfache Benutzerführung überzeugt.